SICHTWEISEN

RASANTES. Grosse Ledder

Präzision hat nichts mit Langsamkeit zu tun. Sondern mit Können.

Wenn alles schnell geht, wird trotzdem alles gut. Zwei Fachwerkbauten im Bergischen Land, dazwischen vorweihnachtlich gefrorener Boden. Hier soll schon in 140 Tagen das architektonisch anspruchsvoll erweiterte Restaurant des Seminarhotels Große Ledder der Bayer Gastronomie GmbH stehen. Funktionieren kann das Unmögliche nur, weil Seibel und Weyer die vielen beteiligten Gewerke gemeinsam mit den Projektverantwortlichen von Bayer koordiniert. Und es ist Vertrauen im Spiel: Der Auftraggeber kennt die Präzision und das Teamwork seines Partners.

Pünktlich zur Premiere des neuen Restaurants strahlt das Ensemble von Altbauten und dem hochmodernen Verbindungsbau als Schmuckstück mit dunklen Edelhölzern, lederbespannten Kassetten und tiefen Clubsesseln. Ein transparenter Speisesaal mit matten Eichenpaneelen und raffinierten Trockenbaukonstruktionen. Selbst die Bäder glänzen schon mit edlen passgenauen Einbauten. Höchste Qualität in so kurzer Zeit ist nur möglich, weil sich die Planung mit der Begeisterung für ein Projekt mischt. Das ist nicht selbstverständlich, aber es macht vieles möglich.

MONUMENTALES. Grey

Womit wir arbeiten? Mit allem, was Ihr Projekt besser macht.

Tragfähige Lösungen sind die Mischung aus Vision und Wirklichkeit. Ein monolithischer Betontresen ist der Blickfang der „Ideenbotschaft“ – dem Hauptsitz der Agentur Grey in Düsseldorf. Die matte Skulptur aus gegossenem Beton steht für ein Projekt, in dem ein breites Spektrum des innovativen Materialumgangs von Seibel und Weyer gefragt war.

Für futuristische Lounges im Holz-Metall-Filz-Mix, Schiebetüren aus hochwertigem Schwarzstahl und großzügige Konferenz- und Aufenthaltsbereiche.

Der Betontresen – nicht der erste, aber spektakulärste Betonentwurf der Innenarchitekten – war schließlich auch eine statische Meisterleistung. Jedes einzelne Segment so schwer wie ein Kleinwagen, stellte das Gewicht des Tresens die Tragfähigkeit des Bodens auf die Probe. Noch während der Tieflader vor der Tür wartete, wurde ein eigenes Fundament für das massive Möbelstück durch Seibel und Weyer erstellt.

Am Ende des Tages gab es kein Problem mehr, sondern eine Lösung, die sich bereits in zahlreichen Architektur­journalen sehen lassen konnte und mit dem red dot design award ausgezeichnet wurde.

PROTOTYPISCHES. Kamps

Wir wissen, was wir tun. Weil wir wissen, was Sie tun.

Hier gehen Prototypen in Serie. Durch die Produktionshalle von Seibel und Weyer zieht der Duft von Brot. Ringsum Maschinen, sauber gestapelte Materialien und mittendrin – in einer warm beleuchteten Vitrine – ein Sortiment frischer Backwaren. Die Kundschaft dieser Backstube an ungewohntem Ort ist kritisch: Stimmt der Lichtwinkel, der die Croissants bescheint? Kann das Interieur vor tausenden täglichen Kunden bestehen?

Die Anpassung der perfekten Tresenhöhe – Millimeterarbeit mit dem Hubwagen. Vorstand, Verkaufsleiter, Designer und Techniker prüfen kleinste Details, die später im Tagesgeschäft optimal funktionieren müssen. Weil Seibel und Weyer so lösungsorientiert arbeitet, wird der Kunde nicht zum Tester eines Prototyps, sondern erhält mit dem Eröffnungstag ein alltagstaugliches Produkt, das als Ladenbausystem in Serie gehen kann. Wie in diesem Fall: Eine Backstube von Kamps, die für Standorte in ganz Deutschland von Seibel und Weyer gebaut wurde.

Entwurf: soda
Fotografie: Heiko Seibel Fotografie

ERGONOMISCHES. Arztpraxis

Fehler machen wir in der Generalprobe.

Damit die Premiere ein Erfolg wird.

Ergonomie entsteht durch Details. Designanspruch und Funktionalität sollten Hand in Hand gehen. In einer Arztpraxis ist die Bedeutung schneller und selbstverständlicher Arbeitsabläufe besonders wichtig. Die Selbstverständlichkeit von Handgriffen steht schließlich im Dienste eines Patienten.

Es sind Kleinigkeiten, die den Unterschied machen: Der Container für benutzte Einwegspritzen oder das Handwaschbecken – am richtigen Platz montiert bedeutet das Zeitersparnis.

Seibel und Weyer versteht sich als Mittler zwischen Innenarchitekt und Arzt. In kurzen Workshops werden Routinen abgefragt und in einer Liste individueller Bedarfe festgehalten, um schließlich in die Ergonomie des Entwurfs integriert zu werden. Gleichzeitig führt der intelligente Umgang mit dem Budget zu gestalterischen Ideallösungen mit edlen Materialien: Hinterlackierte Glasfronten, Lederdetails und Mosaikfliesen in Manufakturqualität.

Entwurf: Annette Drosdeck, medi[a]rchitektur
Fotografie: Heiko Seibel Fotografie